Thrombose/Schlaganfall

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Modul: Akuttherapie und Sekundärprophylaxe des ischämischen Schlaganfalls – Ein Musterbeispiel für personalisierte Medizin

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Ärzte Zeitung, 14.09.2007

Erst beobachten, dann üben - bessere Erfolge nach Apoplexie

Spiegelneurone im Gehirn werden schon beim Beobachten von Bewegungen aktiv / Reha-Erfolge in kleiner Studie deutlich verbessert

BERLIN (mut). Mit einem einfachen Trick lässt sich die Reha bei Schlaganfall-Patienten verbessern. Schauen sich Patienten simple Bewegungen nur lange genug an, bevor sie diese trainieren, können sie die Bewegungen nachher besser ausführen. Grund dafür ist offenbar die Aktivierung des Spiegelneuronen-Systems im Gehirn.

Forscher kennen das Phänomen bereits seit einiger Zeit: Schaut man jemandem zu, der ein Glas hebt, werden im Gehirn zum Teil dieselben Nervenzellen aktiv, die auch feuern, wenn man selbst ein Glas hebt. Diese so genannten Spiegelneurone reagieren praktisch so, als ob der Betrachter selbst aktiv ist. Wissenschaftler gehen davon aus, dass Spiegelneurone Verhalten wie Empathie oder Lernen durch Imitation ermöglichen.

Das lässt sich auch therapeutisch nutzen: So kann eine Videotherapie die motorische Rehabilitation von Schlaganfall-Patienten erleichtern. Auf dem Neurologen-Kongress in Berlin hat Dr. Ferdinand Binkofski von der Uni Lübeck dazu jetzt Daten einer kleinen Studie mit 16 Schlaganfall-Patienten präsentiert. Die Patienten - alle hatten motorische Einschränkungen - wurden in zwei Gruppen aufgeteilt.

Acht Patienten beobachteten zunächst sechs Minuten lang eine Reha-Übung auf einem Bildschirm - etwa eine Armbewegung - die sie anschließend sechs Minuten aktiv trainierten. Auf diese Weise wurden insgesamt vier Wochen lang eine Stunde täglich verschiedene Bewegungen trainiert. Die zweite Gruppe trainierte ebenfalls eine Stunde täglich, schaute sich vor dem Training am Bildschirm statt Bewegungen jedoch nur geometrische Muster an.

Die Ergebnisse der Studie: Nach den vier Wochen Training konnten Patienten, die die Übungen zuvor am Bildschirm angeschaut hatten, die beeinträchtigten Extremitäten deutlich besser bewegen als die Patienten ohne die Video-Unterstützung, berichtete Binkofski. Auch drei Monate nach Ende des Trainings war der Rehabilitationserfolg - gemessen mit mehreren motorischen Tests - bei Patienten mit Videotherapie noch deutlich besser als bei jenen in der Kontrollgruppe.

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