Ärzte Zeitung, 08.09.2008

Kleiner Anker gegen Apoplexie

GÖTTINGEN (eb). Mit einem besonders kleinen Herzimplantat verschließen Göttinger Kardiologen jetzt offene Foramina ovalia. Das vierarmige Implantat ist gerade einmal so groß wie ein 20-Cent-Stück. Es wird per Katheter in den Defekt der Vorhofscheidewand eingeführt.

Durch diese Öffnung können ansonsten verschleppte Thromben, etwa aus einer Beinthrombose, ins Gehirn gelangen und dort einen kryptogenen Schlaganfall auslösen. Etwa 40 Prozent aller Schlaganfall-Patienten unter 55 Jahren haben diesen Defekt in der Vorhofscheidewand. Das neue Verschlusssystem werde seit Anfang des Jahres eingesetzt, teilt das Uniklinikum Göttingen mit.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Angst vor Stürzen sorgt für Verzicht auf Antikoagulans

Ein erhöhtes Sturzrisiko ist noch immer der häufigste Grund, auf eine orale Antikoagulation bei Vorhofflimmern zu verzichten. mehr »

Warum der Zuckersirup zum dicken Problem werden könnte

Seit Anfang Oktober gibt es in der EU keine Quotenregelung mehr für die aus Mais, Getreide oder Kartoffeln gewonnene Isoglukose. Experten befürchten eine Zunahme von Übergewicht und Diabetes. mehr »

Stotter-Therapie im virtuellen Raum

Geschätzt über 800.000 Bundesbürger stottern. Viele von ihnen ziehen sich komplett zurück, weil sie Ablehnung fürchten. Ein Ausweg: Therapie-Methoden, bei denen man zunächst zu Hause sprechen übt – online. mehr »