Ärzte Zeitung online, 02.01.2009

Rauchen und Hirn-Aneurysma in der Familie erhöhen das Schlaganfallrisiko

ST. PAUL (ars). Raucher aus Familien, in denen ein Angehöriger einen Schlaganfall durch ein Aneurysma hatte, tun gut daran, das Rauchen aufzugeben. Denn sie haben ein erhöhtes Risiko, ebenfalls eine solche Subarachnoidalblutung zu bekommen.

Und zwar ist die Wahrscheinlichkeit sechsfach erhöht im Vergleich zu Teilnehmern, die weder rauchen noch eine Familienanamnese mit Apoplex durch Hirnaneurysma haben. Durch Verzicht aufs Rauchen wiederum können sie ihr Risiko halbieren, teilen US-Forscher aus St. Paul mit.

Erhöhter Blutdruck, Diabetes, Alkoholkonsum, Body Mass Index und Ausbildungsstand hatten auf die Resultate keinen Einfluss. Ergeben hat das eine Studie mit 339 Schlaganfallpatienten, davon die Hälfte Raucher, und rund tausend Probanden ohne Schlaganfall (Neurology online). Subarachnoidalblutungen sind für 35 bis 40 Prozent der Patienten tödlich.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Was nötig ist, um die Patientensicherheit zu erhöhen

Jede Minute sterben fünf Menschen durch fehlerhafte Behandlung, so die WHO. Patientenschützer setzen auf Fehlermeldesysteme. Und was schlagen Ärzte vor? mehr »

„Wer sich der heiligen Kuh nähert, kriegt Feuer“

Professor Martin Scherer ist neuer DEGAM-Präsident. Im Interview mit der "Ärzte Zeitung" spricht er über "viel zu viel Medizin" und die Pläne der DEGAM in Sachen Digitalisierung. Das gesamte Gespräch kann auch angehört werden. mehr »

Homöopathen sind enttäuscht von KBV-Chef

Die Homöopathen fühlen sich von KBV-Chef Gassen verschaukelt nach dessen kritischen Äußerungen zur Homöopathie: Gassen soll alle Ärzte vertreten – auch die komplementärmedizinisch aktiven Ärzte. mehr »