Ärzte Zeitung, 01.07.2009

Bestätigt: Nutzen der Prävention mit Statinen

IOANNINA (Rö). Wird Patienten mit einem ersten Schlaganfall bei der Klinik-Entlassung ein Statin verordnet, vermindert dies das Zehnjahres-Risiko eines Schlaganfall-Rezidivs und verlängert das Leben.

Den Nutzen einer Statin-Therapie zur Sekundärprävention nach einem Schlaganfall hat jetzt erneut eine Studie aus Griechenland bestätigt. Wie Dr. Haralampos J. Milionis von der Universität Ioannina berichtet (Neurology 72, 2009, 1816), hat er bei 794 Patienten, die ihren ersten ischämischen Schlaganfall hatten, über zehn Jahre Daten zur Sterberate erhoben.

Von den Patienten, die kein Statin erhalten hatten, hatten in diesem Zeitraum 16 Prozent erneut einen Schlaganfall. Bei Patienten mit einer Statintherapie war diese Rate auf 7,5 Prozent reduziert. Eine Regressions-Analyse der Daten belegt, dass nur eine fehlende Statin-Therapie ein unabhängiger Risikofaktor war, einen neuen Schlaganfall zu bekommen.

Die Therapie wirkt sich darüber hinaus positiv auf die Prognose der Patienten aus. Mit dem Statin war die Sterberate signifikant geringer.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Abwarten schlägt Op

Zumindest in den ersten sechs Jahren nach Diagnose haben Männer mit lokalisiertem Prostata-Ca eine bessere Lebensqualität, wenn sie sich nicht unters Messer legen. mehr »

No deal-Brexit? Dieses Szenario lässt NHS-Angestellte schaudern

Je mehr Zeit in ergebnislosen Verhandlungen verrinnt, desto nervöser werden Beschäftigte vor allem im Gesundheitswesen. Ein Brexit ohne Vertrag mit der EU? Im NHS fürchtet man in diesem Fall ein Desaster. mehr »

Der reine Telearzt kommt

Fernbehandlung ohne Erstkontakt in der Praxis? Im Ländle wird dieses Modell jetzt erstmals getestet. Die Kammer dort hat gerade das erste Projekt genehmigt. mehr »