Ärzte Zeitung online, 07.05.2010

Schlaganfall-Hilfe fordert lückenlose Versorgung

GÜTERSLOH (dpa). Die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe hat Lücken in der Behandlung von Schlaganfall-Patienten kritisiert. Zwischen der Akutbehandlung und der Rehabilitation gebe es häufig eine zu große Unterbrechung, kritisierte die Stiftungsvorsitzende Brigitte Mohn am Freitag.

Die Folgen und damit auch die Kosten könnten durch eine patientengerechte Rehabilitation gemindert werden, wenn diese sich direkt an die Akutbehandlung anschließt, sagte Mohn zum bundesweiten "Tag gegen den Schlaganfall" an diesem Montag.

Jedes Jahr erleiden nach Angaben der Stiftung 200 000 Menschen in Deutschland einen Schlaganfall. Im Zuge der demografischen Entwicklung würden die Zahlen dramatisch zunehmen: Bis 2025 werden sich rund 3,4 Millionen Schlaganfälle ereignen, die direkten Kosten dafür mehr als 100 Milliarden Euro betragen.

Derzeit leiden mehr als eine Million Menschen in Deutschland an den Folgen eines Schlaganfalls. 43 Prozent von ihnen seien dauerhaft auf fremde Hilfe angewiesen. Die Pflegekosten dafür betragen mehr als drei Milliarden Euro jährlich, hieß es.

Homepage der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe

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