Ärzte Zeitung, 02.09.2011

Hypothermie - eine Option bei Schlaganfall?

BERLIN (eb). Die Hypothermie gehört zu den vielversprechenden Therapieneuheiten bei akutem Schlaganfall. Durch das Senken der Körpertemperatur bei ischämischen Schlaganfällen soll so Hirngewebe vor Schädigungen bewahrt werden.

Nun ist gepant, diesen Schutzeffekt in der internationalen randomisierten Phase-3-Multicenterstudie EuroHYP-1 unter der Leitung von Professor Stefan Schwab von der Neurologischen Universitätsklinik Erlangen nachzuweisen, heißt es in einer Mitteilung der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN).

"Beginnt man die Patienten bis spätestens sechs Stunden nach den ersten Symptomen auf Temperaturen um die 34 °C herunterzukühlen, kann man doppelt so viel Hirngewebe retten, wie etwa mit einer alleinigen Thrombolyse", wird Schwab in der Mitteilung zitiert. Etwa 500.000 Patienten pro Jahr könnte die neue Methode helfen.

Wichtig ist die Hypothermie bereits in der Therapie von Hirnschäden nach Reanimation und der Versorgung von Neugeborenen mit Sauerstoffmangel.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wann das Smartphone für Kinderaugen gefährlich wird

Kleine Kinder sollten lieber mit Bauklötzen spielen als mit Smartphones, raten Augenärzte. Denn: Wenn die Kleinen häufig und lange auf Bildschirme starren, leiden nicht nur ihre Augen. mehr »

Auf Zungenküsse besser verzichten?

Zungenküsse erhöhen offenbar das Risiko für HPV-Infekte und damit auch für Mund-Rachen-Tumoren. US-Experten haben sich das Krebsrisiko jetzt einmal genauer angesehen. mehr »

Demenz in D-Moll

Mit Demenzpatienten im Konzert? Viele Angehörige scheuen das. Das WDR-Orchester bietet beiden eine ganz besondere Konzertreihe - mit drei verschiedenen Formaten. mehr »