Thrombose/Schlaganfall

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Modul: Akuttherapie und Sekundärprophylaxe des ischämischen Schlaganfalls – Ein Musterbeispiel für personalisierte Medizin

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Ärzte Zeitung, 03.05.2012

Fettarme Milch beugt Schlaganfall vor

Milch, Joghurt oder Käse: Wer die fettarmen Varianten bevorzugt, reduziert sein Risiko für einen Schlaganfall. Das haben schwedische Forscher herausgefunden. Ihre Ergebnisse lassen aber auch noch einen anderen Schluss zu.

Fettarme Milch beugt Schlaganfall vor

Fettarme Milchprodukte senken offenbar das Schlaganfallrisiko, hat eine schwedische Studie ergeben.

© pinoquio_9 / Fotolia.com

STOCKHOLM (St). Täglich vier Portionen fettarmer Milchprodukte senken das Risiko eines Schlaganfalls um zwölf Prozent, melden schwedische Forscher.

Das Team um Dr. Susanna Larsson vom Karolinska-Institut in Stockholm hat in einer prospektiven Studie Daten über Essensgewohnheiten und Lebensstil von rund 75.000 gesunden schwedischen Männern und Frauen im Alter von 45 bis 83 Jahren analysiert (Stroke 2012; online 19. April).

Gleichzeitig wurde die Inzidenz der Schlaganfälle aus den Daten des schwedischen Klinikregisters ermittelt. Ergebnis: Je mehr fettarme Milchprodukte verzehrt wurden, desto niedriger war die Schlaganfallrate.

Während einer Beobachtungszeit von im Mittel etwa zehn Jahren hatten sich 4089 Schlaganfälle (3159 ischämische, 583 hämorrhagische, 347 unklarer Ursache) ereignet. Je nach Verbrauch fettarmer Milchprodukte (etwa Milch mit 0,5 Prozent oder Käse mit 10 bis 17 Prozent Fett) sank das Risiko.

So war bei Probanden mit vier Portionen pro Tag die Schlaganfallrate um zwölf Prozent niedriger als bei Probanden, die keine fettarmen Milchprodukte aßen.

Die Rate für ischämischen Schlaganfall war bei den Milchfreunden sogar um 13 Prozent niedriger. Keinen Effekt auf das Schlaganfallrisiko hatten Vollfett-Milch, -Sauermilch, -Joghurt, Sahne und fettreicher Käse.

Die Forscher vermuten, dass das niedrigere Schlaganfallrisiko im Zusammenhang mit dem Effekt gesunder Ernährung auf den Blutdruck steht.

Dabei könne auch Vitamin D eine Rolle spielen, das in Schweden üblicherweise fettarmen Milchprodukten zugesetzt wird.

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