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Ärzte Zeitung, 22.05.2013

Kommentar

Fischöl bei die Fische

Von Robert Bublak

Es gab Zeiten, da Fischöl vornehmlich der Erleuchtung diente. Das Licht, das die damit betriebenen Tranfunzeln spendeten, galt allerdings als ein wenig trüb. So nimmt es nicht wunder, dass bezüglich der modernen Verwendung von Fischöl, also etwa der Prävention von allerlei Herz- und Gefäßleiden mit Eicosapentaen- und Docosahexaensäure, ebenfalls manches im Dunkeln liegt.

Dabei stößt, wer etwa in der Pub-Med-Datenbank nach Erkenntnissen über die kardiovaskulären Effekte von Omega-3-Fettsäuren stöbert, auf mehr als 3000 Studien aus den vergangenen knapp 40 Jahren. Ein einheitliches Bild lässt sich daraus bis heute nicht zusammensetzen.

Die einen, etwa die GISSI-P- oder die GISSI-HF-Studie, endeten mit positiven Ergebnissen. Andere fielen negativ aus, so auch jüngst eine Untersuchung zur Infarkt- und Insultprävention, in der 12 500 Risikopatienten Fisch- oder Placeboöl geschluckt hatten.

Ein Nutzen des Fischöls im primären Endpunkt, den kardiovaskulären Komplikationen, ließ sich aus den Resultaten beim besten Willen nicht herauslesen.

Langsam würde es Zeit, das tranige Zwielicht zu erhellen. Oder norddeutsch gesprochen: "Nun mal Butter bei die Fische!" - auch wenn die gewiss nicht aus Omega-3-Fettsäuren besteht.

Lesen Sie dazu auch:
Fischöl: Prävention gerät ins Schwimmen

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[22.05.2013, 17:02:05]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
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Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund  zum Beitrag »

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