Thrombose/Schlaganfall

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Modul: Akuttherapie und Sekundärprophylaxe des ischämischen Schlaganfalls – Ein Musterbeispiel für personalisierte Medizin

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Ärzte Zeitung, 14.02.2014

Kommentar zu Schlaganfall

Den Erfolg nicht gefährden!

Von Thomas Müller

Bei der Schlaganfalltherapie hat sich zuletzt viel getan: Die Patienten gelangen früher in die Klinik, werden in spezialisierten Stroke Units behandelt und erhalten eine wirksame Sekundärprophylaxe. Kein Wunder also, dass sich in einer dänischen Studie die Sterberate bei einem ischämischen Infarkt seit Beginn der 1990er-Jahre fast halbieren ließ.

Und dieses Ergebnis lässt sich durchaus auf Deutschland übertragen: Starben an einem Schlaganfall 1998 noch knapp 52.000 Menschen, so waren es im Jahr 2010 nur noch knapp 24.000 - ein Rückgang um 55 Prozent in weniger als zwölf Jahren.

Doch noch immer stirbt jeder zehnte Patient mit ischämischem und etwa jeder Dritte mit hämorrhagischem Infarkt - trotz intensiver Behandlung. Hinzu kommen all die Infarktopfer, die es gar nicht mehr lebend in den Rettungswagen schaffen.

Es gibt also auch weiterhin eine Menge zu tun, um die Versorgung zu verbessern. Dazu gehört eine gute Aufklärung der Bevölkerung - damit Betroffene und Angehörige noch schneller den Notarzt rufen, aber auch eine striktere Kontrolle von Risikofaktoren.

Denn wenn die Akutversorgung erst einmal optimiert ist, könnte die zunehmende Zahl von Patienten mit KHK, Diabetes und Hypertonie dazu führen, dass auch die Zahl der Schlaganfalltoten eines Tages wieder steigt.

Lesen Sie dazu auch:
Dänische Registeranalyse: Immer mehr Menschen überleben einen Schlaganfall

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