Ärzte Zeitung, 20.05.2015

Schlaganfall

So erholt sich das Gehirn

BERLIN. Forscher des Centrums für Schlaganfallforschung Berlin haben herausgefunden, dass der Transkriptionsfaktor Stat3 die Angiogenese nach einem Schlaganfall stimuliert und überraschenderweise auch Einfluss auf die extrazelluläre Matrix im geschädigten Gehirngewebe nimmt (Circulation 2015; online 15 März).

Vermutlich wird die Plastizität der überlebenden Nervenzellen so gefördert und in der Folge die funktionelle Erholung verbessert, heißt es in einer Mitteilung der Charité - Universitätsmedizin Berlin.

Ähnlich wie die Maschenweite eines Netzes könne die Matrix des Extrazellulärraums die Bildung neuer Nervenzellkontakte erleichtern, also die Plastizität fördern oder auch erschweren.

Das Signal für die Veränderung der Matrix scheine dabei von den Gefäßen auszugehen. Langfristig hoffen die Forscher, die Neubildung von Gefäßen durch die Nutzung von Botenstoffen zu stimulieren.

Damit könnte sich ein Fenster für eine medikamentöse Unterstützung der Regeneration nach einem Schlaganfall öffnen. (eb)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Milliarden für die Versicherten – Kassen bleiben skeptisch

Erster Aufschlag des neuen Gesundheitsministers: Jens Spahn will gesetzlich Versicherte per Gesetz entlasten. Aus Richtung Kassen weht scharfer Gegenwind. mehr »

Mikroben – Heimliche Heiler

Jede zweite Zelle in und auf uns gehört einer Mikrobe. Durch die erfolgreiche Behandlung mit fäkalen Mikrobiota, etwa bei Autismus, hat die Mikrobiomforschung an Fahrt gewonnen. mehr »

Junge Besucher waren "Verjüngerungskur für DGIM"

Die "Ärzte Zeitung" hat den letzten DGIM-Kongresstag mit der Kamera begleitet. Tagungspräsident Sieber hat uns dabei Rede und Antwort gestanden - und erzählt, was ihn in den Tagen begeistert hat. mehr »