Ärzte Zeitung online, 05.08.2010
 

Erfolg mit neuem Antithrombotikum bei Patienten mit tiefen Beinvenenthrombosen

BERLIN (ob). Das neue Antithrombotikum Rivaroxaban (Xarelto®) hat seinen klinischen Nutzen jetzt auch in der Behandlung von Patienten mit symptomatischen venösen Thromboembolien (VTE) klar unter Beweis gestellt.

Erfolg mit neuem Antithrombotikum bei Patienten mit tiefen Beinvenenthrombosen

Illustration eines Blutgerinnsels: Ein neuer Faktor-Xa-Hemmer wirkt bei tiefen Beinvenenthrombosen offenbar ähnlich gut wie die Standardtherapie.

© Sebastian Kaulitzki / fotolia.com

Wie der Hersteller, die Bayer Schering Pharma AG, in einer aktuellen Presseinformation mitteilt, konnte in der EINSTEIN-DVT-Studie bei diesen Patienten eine vergleichbare Wirksamkeit ("Nicht-Unterlegenheit") der oralen Therapie mit dem direkten Faktor-Xa-Hemmer im Vergleich zur derzeitigen Standardtherapie nachgewiesen werden.

An dieser Phase-III-Studie waren mehr als 3400 Patienten mit symptomatischer tiefer Beinvenenthrombose beteiligt, die randomisiert zwei Behandlungsgruppen zugeteilt worden waren. Die Hälfte der Studienteilnehmer erhielt eine antithrombotische Behandlung mit Rivaroxaban (drei Wochen lang 15 mg zweimal täglich, danach 20 mg einmal täglich), die andere Hälfte die empfohlenen Standardtherapie (initial das niedermolekulare Heparin Enoxaparin, danach die orale Antikoagulation mit einem Vitamin-K-Antagonisten).

Gemessen am primären Studienendpunkt (Summe aller wiederkehrenden symptomatischen VTE oder nicht-tödlichen und tödlichen Lungenembolien) erwies sich Rivaroxaban in seiner Wirksamkeit der Standardtherapie als ebenbürtig (nicht unterlegen). Bei genauerer Analyse des Nutzen/Risiko-Verhältnisses (net clinical benefit) - ein sekundärer Endpunkt, der sich aus dem primären Wirksamkeitsendpunkt und der Rate schwerer Blutungen zusammensetzt - ergab sich ein signifikanter Vorteil zugunsten von Rivaroxaban.

Die kompletten Ergebnisse der EINSTEIN-DVT-Studie sollen Ende August beim Kongress der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) in Stockholm vorgestellt werden.

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