Ärzte Zeitung, 14.12.2010

Preis für Forschung zur Nachsorge bei Lungenembolie

GÖTTINGEN (eb). Privatdozentin Claudia Dellas, Fachärztin für Innere Medizin am Herzzentrum der Universitätsmedizin Göttingen, ist mit dem Theodor Naegeli-Preis 2010 geehrt worden. Sie erhielt den Preis für Forschungsergebnisse, die die Nachsorge von Patienten mit Lungenembolie wesentlich vereinfachen und verbessern.

Der mit 120 000 Schweizer Franken dotierte Theodor Naegeli-Preis wird alle drei Jahre von der Theodor Naegeli-Stiftung für die beste klinische oder experimentelle Arbeit verliehen.< Dellas teilt sich den Preis mit Professor Thomas Renné, Direktor des Instituts für Klinische Chemie am Departement für Molekulare Medizin und Chirurgie am Karolinska Institut und Uniklinikum in Stockholm.

Dellas hat untersucht, welchen Einfluss das Protein H-FABP auf die Genesung von Patienten mit Lungenembolie hat. Sie fand heraus, dass H-FABP ein Biomarker für weitere Komplikationen nach überstandener Lungenembolie ist. Patienten, bei denen ein hoher H-FABP-Wert im Blut gemessen wird, haben ein 37-fach erhöhtes Komplikationsrisiko.

Die neuen Erkenntnisse ermöglichen jetzt einen einfachen Vorsorge-Test: Wird H-FABP im Blut gemessen, können Lungenembolie-Patienten mit hohem Komplikationsrisiko rechtzeitig erkannt und entsprechend behandelt werden.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Bei Diabetikern wird der HbA1c-Wert nicht oft genug kontrolliert

Eigentlich sollten Ärzte mindestens zweimal im Jahr den HbA1c-Wert bei Typ-2-Diabetikern bestimmen. Bei jedem vierten Patienten messen sie ihn aber nur einmal oder gar nicht. mehr »

SPD will "Ende der Zwei-Klassen-Medizin"

14:10 Nach der knappen Abstimmung pro GroKo-Verhandlung geht es nun darum, die auf dem SPD-Parteitag angesprochenen "Nachbesserungen" in den Koalitionsvertrag reinzuverhandeln. KBV und Hartmannbund reagieren skeptisch. mehr »

Beunruhigend hohe Zahlen in der Altenpflege

Altenpflegekräfte fehlen fast doppelt so oft wegen psychischer Erkrankungen wie andere Beschäftigte, heißt es im länderübergreifenden Gesundheitsbericht für Berlin und Brandenburg. mehr »