Ärzte Zeitung online, 13.10.2008
 

EU plant Schutzmaßnahmen gegen zu laute Musik aus dem MP3-Player

BRÜSSEL (dpa). Die EU-Kommission will Verbraucher vor zu lauter Musik durch MP3-Player oder Walkman schützen und prüft deshalb strengere Lärmschutz-Maßnahmen. Eine Studie habe ergeben, dass europaweit bis zu zehn Millionen Menschen ihr Gehör gefährdeten, weil sie über Kopfhörer zu laut Musik hörten, teilte die Behörde am Montag in Brüssel mit.

"Die wissenschaftliche Untersuchung belegt eindeutig, dass hier ein Risiko besteht, auf das wir schnell reagieren müssen", sagte EU-Verbraucherkommissarin Meglena Kuneva. Es solle nun geprüft werden, inwieweit neue Vorschriften notwendig seien oder bestehende Sicherheitsnormen geändert werden müssten.

MP3-Player sind besonders bei Jugendlichen beliebt. Derzeit ist der Geräuschpegel solcher Geräte auf 100 Dezibel begrenzt - am Arbeitsplatz beispielsweise sind nur 89 Dezibel erlaubt. Der Studie zufolge riskiert sein Gehör, wer über einen Zeitraum von mindestens fünf Jahren hinweg jede Woche mehr als eine Stunde pro Tag die Musik zu laut aufdreht. In den vergangenen vier Jahren wurden in ganz Europa bis zu 246 Millionen mobiler Musikspielgeräte verkauft, davon bis zu 165 Millionen MP3-Player.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Überlebensvorteil bei Übergewicht nur ein Trugschluss?

Übergewicht ist ein kardiovaskulärer Risikofaktor, doch wer schon eine entsprechende Erkrankung hat, lebt länger. Stimmt dieses "Adipositas-Paradox" vielleicht gar nicht? mehr »

Digitalisierung – Ärzte zwischen Hoffnung und Ernüchterung

Viele Ärzte im Krankenhaus verbinden mit der Digitalisierung die Hoffnung auf Arbeitserleichterungen. Zugleich beklagen sie mangelhafte Vorbereitung und Umsetzung, so eine Umfrage. mehr »

Oh, Britannia! Was hat der "Brexismus" aus dir gemacht?

Von wegen Tea Time, Queen und Linksverkehr: Nicht nur der Blick der Briten auf die EU hat sich geändert. Umgekehrt blicken auch Menschen weit außerhalb Europas inzwischen mit Unverständnis auf die Insel. mehr »