Ärzte Zeitung, 25.03.2010

Kortikoide von Vorteil bei Neuritis vestibularis

WIESBADEN (mut). Eine frühe Therapie mit Methylprednisolon kann das vestibuläre Defizit bei Neuritis vestibularis deutlich mindern. Dies sei in Studien klar belegt worden, so Professor Marianne Dieterich aus München. Mit dem Kortikoid sollte in absteigender Dosis über zehn Tage hinweg behandelt werden, und zwar in Kombination mit einem Gleichgewichtstraining.

Antivertiginosa sind dagegen nur bei starker Übelkeit in den ersten zwei bis drei Tagen indiziert, danach sollten sie abgesetzt werden, da sie die zentrale Kompensation behindern, sagte Dieterich auf der Fortbildungsveranstaltung Neuro Update in Wiesbaden.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Ein Gelähmter kann wieder gehen

Obwohl er querschnittsgelähmt ist, konnte ein Mann wieder einige Schritte gehen - dank der elektrischen Rückenmark-Stimulation. Von Heilung wollen die Ärzte aber nicht sprechen. mehr »

Auf Zungenküsse besser verzichten?

Zungenküsse erhöhen offenbar das Risiko für HPV-Infekte und damit auch für Mund-Rachen-Tumoren. US-Experten haben sich das Krebsrisiko jetzt einmal genauer angesehen. mehr »

Das ist bei einer Datenpanne zu tun

Bei einem Datenleck in der Praxis sind Inhaber nach der Datenschutzgrundverordnung verpflichtet, dies zu melden. Wem und wie, das erläutern Medizinrechtler. mehr »