Ärzte Zeitung online, 03.05.2010

Barotrauma durch Fahrt mit der Achterbahn

DETROIT/LAS VEGAS (dpa). Beim Achterbahn-Fahren sollte man stur geradeaus schauen. Das empfehlen Ohrenärzte aus den USA. Wer den Kopf bei voller Fahrt zur Seite dreht, riskiert demnach eine Barotrauma. Das Barotrauma tritt bekanntlich auf, wenn sich der Druck zwischen Trommelfell, Mittelohr und Umwelt plötzlich stark verändert. Die Folgen sind meist Schwindel und Schmerzen, im schlimmsten Fall aber auch vorübergehende Hörverluste.

In einer Studie, die am Freitag auf einer Tagung in Las Vegas vorgestellt worden ist, geht es um einen 24-Jährigen, der 36 Stunden nach einer Achterbahn-Fahrt über Schmerzen im rechten Ohr klagte. Um sich mit seiner Freundin zu unterhalten, hatte er sich nach links gedreht. Die Achterbahn beschleunigte sich zugleich auf gut 190 Stundenkilometer. Der Druck dabei war zwar nicht hoch genug, um das Trommelfell platzen zu lassen, für das Barotrauma reichte es aber, wie das Team um Dr. Kathleen Yaremchuk vom Henry Ford Hospital in Detroit berichtet.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Zwei Gläser Wein? Das lass lieber sein!

Wer täglich mehr als zwei Gläser Wein leert, hat ein erhöhtes Risiko, an Magenkrebs zu erkranken. Ob ein Komplettverzicht ratsam ist, bereitet Forschern noch Kopfzerbrechen. mehr »

Warum der Brexit körperlich krank macht

Übelkeit und Kurzatmig: Blogger Arndt Striegler hat mit seiner Hausärztin über seinen Gesundheitszustand und den Austritt aus der EU geredet – und einen Zusammenhang am eigenen Leib festgestellt. mehr »

Nach der Wahl muss Vernetzung auf die Agenda!

Gesundheitsminister Gröhe gibt einen Ausblick auf die nächste Legislaturperiode: Die stärkere Vernetzung der Akteure müsse dann höchste Priorität haben. Der Innovationsfonds soll zur Dauereinrichtung werden. mehr »