Ärzte Zeitung, 16.11.2010

TIPP DES TAGES

Das Stethoskop als Hörhilfe

Beim Gespräch mit fast tauben oder schwerhörigen Patienten tendieren Ärzte und Praxispersonal dazu, besonders laut zu sprechen. Das verbessert oft gar nicht die Kommunikation, verletzt aber häufig die notwendige Vertraulichkeit des Gesprächs. Auch ist es schwierig, beim Patienten heikle Punkte anzusprechen.

Britische Ärzte empfehlen, in solchen Situationen das Stethoskop als Hörhilfe für Patienten zu benutzen (BMJ 2010; 341: c4672). Hat der Patient die Knöpfe im Ohr und spricht der Arzt leise und deutlich in die Membran wie in ein Mikrofon, dann ist trotz Hörproblemen oft eine ausreichende Verständigung möglich. Die Intimität des Gesprächs kann mit diesem einfachen Mittel gewahrt werden.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Stromstimulation hilft Gedächtnis auf die Sprünge

US-Forscher haben mit einer speziellen Wechselstromstimulation das Arbeitsgedächtnis von über 60-Jährigen auf das Niveau von 20-Jährigen gehoben – zumindest für kurze Zeit. mehr »

Aufklärung alleine verpufft

Nicht nur zu Ostern locken Schokolade und Co.: Laut DONALD-Studie liegt der Zuckerverzehr gerade bei Kindern und Jugendlichen noch immer über der WHO-Empfehlung. Forscher sehen hier die Politik in der Pflicht. mehr »

Länger geguckt, eher gekauft

Menschen treffen irrationale Kaufentscheidungen, so eine Studie: Allein eine lange Betrachtungsdauer lässt Personen eher zugreifen – selbst, wenn das Produkt schlecht ist. mehr »