Ärzte Zeitung, 12.01.2012

Sieben Tipps gegen Heiserkeit

NEU-ISENBURG (run). Kommen Patienten mit Heiserkeit und rauem Hals in die Praxis, kann der Arzt mit sieben einfachen Verhaltenstipps helfen, die Stimme schnell wieder flott zu bekommen.

Sieben Tipps gegen Heiserkeit

Wärme, Stimme schonen und Lutschtabletten lindern Heiserkeit.

© Weiss / imago

Klagen erkältete Patienten, dass ihre Stimme rau klingt oder fast verschwunden ist und der Hals kratzt, können ihnen folgende Tipps mitgegeben werden:

Sprechen Sie so wenig wie möglich, vermeiden Sie ständiges Räuspern. Selbst Flüstern belastet die Stimmbänder, da das ein unnatürliches Sprechverhalten ist, das die Stimmbänder belastet.

Trinken Sie ausreichend. Empfehlenswert sind 1,5 bis 2 Liter am Tag. Bei einer im Zuge einer Erkältung angegriffenen Stimme bringt warmer Salbei- oder Ingwertee Linderung. Kommt ein Hustenreiz dazu, sind auch Teemischungen mit Eibischwurzel, Isländisch Moos und Süßholzwurzel geeignet.

Halten Sie Ihre Atemwege feucht. Ein bewährtes Mittel dafür ist die Inhalation von Sole, Salbei- oder Kamillenextrakt bzw. Kamillenblüten. Beispiel: Eine Handvoll Kamillenblüten mit siedendem Wasser übergießen, Handtuch über den Kopf ziehen, Dampf 5 Minuten einatmen.

Sorgen Sie auch für eine ausreichende Befeuchtung der Wohnräume (etwa durch Stoßlüften (dreimal täglich für fünf Minuten) und das Aufstellen von Wasserbehältern auf den Heizkörpern.

Verzichten Sie für eine Weile auf anstrengende Sportarten. Leichtere Sportarten wie Wandern, Rad fahren, Spazieren gehen an der frischen Luft tun hingegen gut.

Machen Sie einen Halswickel. Quarkwickel sind zum Beispiel eine altbewährte Anwendung bei jeder Art von Halsentzündung und Heiserkeit. Anwendung: Auf ein Leinentuch, das anderthalb Mal um den Hals passt, Quark fünf bis zehn Millimeter dick mittig auftragen. Einmal Ränder umschlagen, auf Zimmertemperatur erwärmen und um den Hals legen. Darüber ein Baumwoll-/Moltontuch legen und noch einen Wollschal zum Fixieren. Dauer: ein bis drei Stunden; zweimal täglich.

Wenden Sie Entspannungstechniken an, wenn Sie viel Stress haben. Auch psychische Faktoren wie Angst können die Stimme versagen lassen. Zudem gelten Verspannungen im Hals-Nacken-Bereich ebenfalls als mögliche Ursache für Stimmstörungen.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Versäumte HPV-Impfungen bis zum Alter von 20 nachholen!

Werden Frauen erst jenseits des 20. Lebensjahres geimpft, ist der HPV-Schutz fraglich, berichten Forscher. Sie plädieren deshalb für einen möglichst frühen Beginn der Impfserie. mehr »

Krebsangst darf Blutdrucktherapie nicht gefährden

Die Angst vor Krebs ist hoch und mancher Patient könnte den falschen Schluss ziehen, nun lieber ganz auf Valsartan zu verzichten, warnt nun auch die Deutsche Hochdruckliga. mehr »

Das Gefühl, gesünder zu essen

Tierfreie Schnitzel und Würste versprechen gesunden Genuss ohne Reue – und sogar Apfelsaft trägt mittlerweile ein veganes Siegel. Ergibt das Sinn oder sind das reine Marketingtricks? mehr »