Ärzte Zeitung, 25.07.2014
 

Berlin

Hirnstamm-Implantat bei gehörlosem Kind verpflanzt

BERLIN. Vor Kurzem hat ein interdisziplinäres Ärzteteam des Sankt Gertrauden-Krankenhauses in Berlin einem 11-jährigen Jungen ohne Hörorgane ein Auditorisches Hirnstammimplantat (ABI) zur Wiederherstellung seines Hörvermögens eingesetzt.

Auditorische Hirnstammimplantate setzen direkt am Hirnstamm an und überbrücken damit das gesamte Innenohr. Sie kommen auch für Kandidaten mit erkranktem Hörnerv oder ohne cochleäre Strukturen infrage, teilt das Krankenhaus mit.

Die Operation sowie der Heilungsprozess verliefen völlig komplikationsfrei. Die Ärzte prüfen nun, welche Höreindrücke der Junge später wahrnehmen wird. Bei der Behandlung arbeitete das Ärzteteam eng mit dem Unternehmen MED-EL zusammen. (eb)

Topics
Schlagworte
HNO-Krankheiten (689)
HNO (363)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Progesteron-Gel kann Frühgeburt vermeiden

Sinkt der Progesteronspiegel in der Schwangerschaft zu früh, verursacht das wohl eine vorzeitige Wehentätigkeit und Geburt.Einige Frauen schützt eine vaginale Hormonapplikation davor. mehr »

Statine mit antibakterieller Wirkung

Die kardiovaskuläre Prävention mit einem Statin schützt möglicherweise auch vor Staphylococcus-aureus-Bakteriämien. Das hat eine dänische Studie ergeben. mehr »

Das steht in der neuen Hausarzt-Leitlinie Multimorbidität

Die brandneue S3-Leitlinie Multimorbidität stellt den Patienten als "großes Ganzes" in den Mittelpunkt – und gibt Ärzten eine Gesprächsanleitung an die Hand. mehr »