Ärzte Zeitung, 02.05.2012
 

HRT: Pluspunkte für Estradiol plus Progesteron

NEU-ISENBURG (eb). Eine Hormonersatztherapie mit physiologischen Hormonen beeinflusst die Genexpression im gesunden Brustgewebe signifikant weniger stark als die Kombination mit synthetischem Gestagen wie in der WHI-Studie (konjugiertes Östrogen plus Medroxyprogesteronacetat).

Das teilt das Unternehmen Besins Healthcare mit. Anstelle von 4500 Genen, die unter der WHI-Kombination verändert werden, seien unter transdermalem Estradiol in Verbindung mit Progesteron nur 900 Gene mehr als 1,5-fach stärker oder schwächer exprimiert worden.

Dieses Ergebnis einer aktuellen Studie stützt nach Angaben des Unternehmens die Hinweise auf eine höhere Sicherheit der natürlichen Hormone.

Die Ergebnisse basieren auf Biopsien im Bereich der stärksten mammographischen Dichte, die bei 77 gesunden Frauen vor und nach zweimonatiger Therapie mit der WHI-Kombi oder einer sequentiellen Therapie mit 150 mg Estradiol-Gel (Gynokadin® Dosiergel) plus 200 mg mikronisiertem Progesteron (Utrogest®) entnommen wurden.

Bereits die Mammographien hätten auf ein höheres Risiko unter der WHI-Kombi hingewiesen, so das Unternehmen: Sie zeigten eine signifikante Dichtezunahme des Brustgewebes, nicht aber mit den physiologischen Substanzen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Progesteron-Gel kann Frühgeburt vermeiden

Sinkt der Progesteronspiegel in der Schwangerschaft zu früh, verursacht das wohl eine vorzeitige Wehentätigkeit und Geburt.Einige Frauen schützt eine vaginale Hormonapplikation davor. mehr »

Statine mit antibakterieller Wirkung

Die kardiovaskuläre Prävention mit einem Statin schützt möglicherweise auch vor Staphylococcus-aureus-Bakteriämien. Das hat eine dänische Studie ergeben. mehr »

Das steht in der neuen Hausarzt-Leitlinie Multimorbidität

Die brandneue S3-Leitlinie Multimorbidität stellt den Patienten als "großes Ganzes" in den Mittelpunkt – und gibt Ärzten eine Gesprächsanleitung an die Hand. mehr »