Ärzte Zeitung, 27.03.2007

Der Schmetterling - das Logo für die Schilddrüse

Palpation der Schilddrüse ist gute und einfache Screening-Methode / Schilddrüsenwoche Papillon ab 23. April

NEU-ISENBURG (gwa). Die Früherkennung von Schilddrüsen-Veränderungen ist in der täglichen Praxis einfach: Mit einer Palpation sind Strumen und viele Knoten tastbar. Diese einfache und effektive Untersuchung wird in der bundesweiten Schilddrüsenwoche Papillon ab 23. April im Mittelpunkt stehen. Ärzte, die an der Schilddrüsenwoche teilnehmen wollen, können ein kostenloses Service-Paket anfordern.

Schilddrüsenlogo Schmetterling.

Für den niedergelassenen Kollegen Dr. Diethard Sturm aus Hohenstein-Ernstthal ist die Schilddrüsen-Palpation eine wichtige Screening-Untersuchung. Wenn Sturm Patienten in seiner Praxis untersucht, hört er auch die Karotiden ab. "Und dann kann man auch gleich die Schilddrüse abtasten", sagte der Allgemeinmediziner bei einem Schilddrüsen-Symposium in Falkenstein im Taunus.

Schilddrüsenknoten sind relevant ab einem Durchmesser von 1 cm. Und bis zu 80 Prozent der Knoten über 1 cm könnten getastet werden, wie Sturm betonte. Eine sonografische Suche nach Knoten unter 1 cm diene allein Forschungszwecken und sei keine Methode für die Praxis. Darauf wies Sturm bei der Veranstaltung von Sanofi-Aventis hin.

Ist der Tastbefund unauffällig, reichen Kontrollpalpationen alle zwei Jahre. Sind Knoten über 1 cm tastbar, oder haben Patienten große Strumen, schickt überweist Sturm zu einem Spezialisten zur Sonografie. Ein Konsil veranlasst Sturm auch, bei einem pathologischen TSH-Wert oder bei manifesten Funktionsstörungen.

Die Wertigkeit der Palpation als wichtige Screening-Untersuchung wird ab dem 23. April bundesweit wieder das Hauptthema der Schilddrüsenwoche Papillon sein. Das einprägsame Logo ist auch in diesem Jahr wieder der bunte Schmetterling, der in rund 10 000 teilnehmenden Praxen etwa als Anstecker, Fensterbild, Mobile oder Blumenstecker Patienten auf die angebotene Schilddrüsenpalpation aufmerksam machen wird. Der Schmetterling steht mit seiner Form als Symbol für die Schilddrüse.

Eine Woche für die Schilddrüse

Vom 23. bis 27. April 2007 findet die Schilddrüsenwoche statt. Etwa 10 000 Praxen werden aktiv mitmachen und an der Auswertung teilnehmen. Partner der Schilddrüsenwoche sind die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie, die Deutsche Gesellschaft für Nuklearmedizin, das Forum Schilddrüse, der Arbeitskreis Jodmangel und Sanofi-Aventis. Medienpartner ist die "Ärzte Zeitung". (gwa)

Service-Paket zur Schilddrüsenwoche mit vielen schönen Extras

Am 23. April startet die bundesweite Schilddrüsenwoche unter dem Motto "Die Schilddrüse in guten Händen". In mehr als 10 000 teilnehmenden Hausarztpraxen wird Patienten die Schilddrüsenpalpation angeboten. Kollegen, die teilnehmen wollen, können ein kostenloses Service-Paket anfordern. Es enthält etwa das Logo der Schilddrüsenwoche, in vielen Formen. Ihn gibt es etwa als Anstecker, Fensterbild, Mobile, Stecker für Blumentöpfe oder als Magnet.

Der Schmetterling ziert auch Halstücher für die Assistentinnen und Poster fürs Wartezimmer. Ein solches Poster liegt übrigens heute der "Ärzte Zeitung" bei. Außerdem gibt es Broschüren, die am Empfang oder im Wartezimmer ausgelegt werden können. Und es gibt Material für das Praxisteam, etwa die Checkliste Palpation der Schilddrüse. Kollegen, die sich für die Aktionswoche anmelden, erhalten das kostenlose Service-Paket mit Broschüren, Info-Flyern, Poster, Halstüchern und Schmettlings-Logos Anfang April.

Anmeldung unter: Schilddrüseninitiative Papillon, Stichwort "Servicepaket", 10898 Berlin, oder auch per Fax: 030 / 25 75 25 80

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Borderline und Psychosen "heilen" mit Antiepileptika

Manche psychisch Kranken brauchen keine Neuroleptika, sondern Antikonvulsiva. Tauchen im EEG bestimmte Muster auf, ist das ein Hinweis auf eine paraepileptische Psychose. mehr »

Epilepsierisiko nach Sepsis erhöht

Überleben Patienten eine Sepsis, ist die Gefahr epileptischer Anfälle in den folgenden Jahren vier- bis fünffach erhöht. mehr »

PKV muss für unverheiratete Paare zahlen

Nach Überzeugung des Oberlandesgerichts (OLG) Karlsruhe ist die Beschränkung der Kostenerstattung für eine künstliche Befruchtung auf Ehepaare in der PKV unzulässig. mehr »