Ärzte Zeitung, 21.04.2008

Labor

Tageszeit wirkt auf TSH-Sekretion

Meist reicht die Bestimmung von TSH, um nach Schilddrüsen-Krankheiten zu screenen. Allerdings gibt es Faktoren, die die TSH-Ausschüttung beeinflussen, etwa Medikamente. Dann führt die zusätzliche Bestimmung von T4 und eventuell auch T3 weiter.

Nehmen Patienten Medikamente wie Dopamin und Kortisol ein, ist der TSH-Wert allein nicht geeignet, um nach Schilddrüsenfunktions-Störungen zu screenen (Hausarzt 5, 2008, 16). In solchen Fällen ist es durchaus sinnvoll, auch das freie, also biologisch aktive T4 (fT4) mitzubestimmen.

Wichtig ist es auch, Zeiten festzulegen, wann Blut zur TSH-Bestimmung abgenommen wird, um die Werte vergleichen zu können. Denn die Sekretion unterliegt einem zirkadianen Rhythmus.

Allgemein ist eine Bestimmung von T3 oder fT3, das um ein Vielfaches biologisch aktiver ist als fT4, nicht notwendig. Man weiß aber, dass die Konversion von T4 in T3 bei schweren Krankheiten, durch Mangelernährung oder auch Fasten gehemmt wird.

Bei alten Menschen kann es daher zusätzlich sinnvoll sein, fT3 bestimmen zu lassen, etwa bei der Konstellation niedriges TSH plus normales fT4. (gwa)

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