Ärzte Zeitung, 30.03.2011

Thyroxinmangel geht mit Sehstörungen einher

FRANKFURT/MAIN (ars). Ein Thyroxinmangel durch Joddefizit oder Schilddrüsen-Op beeinträchtigt das Farbensehen. Für Kinder war das bekannt, aber es gilt auch für Erwachsene.

Forscher um Professor Leo Peichl vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main haben das bei Mäusen entdeckt, es trifft jedoch nach ihren Angaben für alle Säugetiere zu.

Binden Schilddrüsenhormone an Rezeptoren auf den Zapfen der Retina, wird die "blaue" Variante des Sehpigments Opsin unterdrückt, die "grüne" stimuliert. Bei Hormonmangel ist diese Regulation und damit möglicherweise der Farbsinn gestört.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wann das Smartphone für Kinderaugen gefährlich wird

Kleine Kinder sollten lieber mit Bauklötzen spielen als mit Smartphones, raten Augenärzte. Denn: Wenn die Kleinen häufig und lange auf Bildschirme starren, leiden nicht nur ihre Augen. mehr »

Auf Zungenküsse besser verzichten?

Zungenküsse erhöhen offenbar das Risiko für HPV-Infekte und damit auch für Mund-Rachen-Tumoren. US-Experten haben sich das Krebsrisiko jetzt einmal genauer angesehen. mehr »

Demenz in D-Moll

Mit Demenzpatienten im Konzert? Viele Angehörige scheuen das. Das WDR-Orchester bietet beiden eine ganz besondere Konzertreihe - mit drei verschiedenen Formaten. mehr »