Ärzte Zeitung, 01.12.2005

Wann ist ein Resistenztest nötig?

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Auch für heutige Kombinationstherapien belegen viele retrospektive Studien, daß ein Therapieversagen bei HIV auf Resistenz beruhen kann. Zudem legen in jüngster Zeit prospektive Studien nahe, daß Patienten, deren Therapie nach ihrem Resistenzstatus ausgewählt wurde, besser auf die Behandlung ansprechen.

In jedem Fall sind Resistenztestungen nach einem ersten oder späteren Therapieversagen erforderlich.

In jüngster Zeit kommt es auch vor, daß Menschen sich mit bereits resistenten Viren anstecken. Die Prävalenz von Primärresistenzen bei Neuinfektionen beträgt etwa 10 Prozent. Deshalb ist bei kürzlich erfolgter Infektion eine Resistenztestung sinnvoll, wenn ein Verdacht auf eine Infektion mit einem resistenten Virus besteht.

Zur Therapiesteuerung ist meist eine genotypische Testung ausreichend. Bei diesem Verfahren werden resistenzassoziierte Mutationen nachgewiesen. Bei komplexen Salvage-Schemata nach Therapieversagen ist phänotypische Testung zu empfehlen.

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