Ärzte Zeitung, 02.07.2007

HIV-Patienten fühlen sich noch diskriminiert

FRANKFURT/M. (gvg). HIV-Patienten in Deutschland informieren ihre Partner, deutlich seltener aber ihre engen Familienangehörigen über ihre Infektion. Das hat eine Befragung der Medizinischen Hochschule Hannover ergeben.

Im Mittel berichten die HIV-Infizierten demnach sieben Personen von der Erkrankung. Außer dem Partner, der fast immer Bescheid weiß, wird etwa die Hälfte der engen Familienangehörigen und Freunde informiert.

In etwa drei von vier Fällen bewerten die HIV-Infizierten die Reaktion auf die Mitteilung als angemessen oder positiv. Insgesamt gibt es aber weiterhin das Gefühl, diskriminiert zu werden. Auf einer Skala von eins bis vier wird das Ausmaß der subjektiv empfundenen Diskriminierung im Mittel mit 2,7 angegeben.

Lesen Sie dazu auch:
Weiter Diskussion um Therapiepausen
Aids-Preis für Entdeckung bei HI-Viren
Forschungspreis für Heidelberger Wissenschaftler
Infektionen mit Herpes simplex fördern HIV-Neuinfektionen
Bevölkerung in Deutschland weiß viel zu HIV

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Bekommen Kinder O-Beine durch Sport?

Zu O-Beinen neigen offenbar viele Kinder, die bestimmte Sportarten betreiben. Dabei wirkt die einseitige Druckbelastung im Knie als Wachstumsbremse, vermuten Forscher. mehr »

Viele melden sich via Chat bei DocDirekt

Das bundesweit beachtete Telemedizin-Modellprojekt DocDirekt in Baden-Württemberg kommt gut an, berichtet die KV. Besonders Männer nutzten das Angebot zur Fernbehandlung bisher. mehr »

Neue Leitlinie zum Kopfschmerz durch Schmerzmittel-Übergebrauch

Schmerzmittel können vorbestehende Kopfschmerzen verstärken und chronifizieren - wenn man sie zu oft, zu lange oder zu hoch dosiert einnimmt. Eine neue Leitlinie zeigt auf, wie Ärzte solchen Patienten helfen können. mehr »