Ärzte Zeitung online, 21.07.2009

"Libération": Alarmglocke wegen Aids

PARIS (dpa). Heute hängen 96 Prozent der Aidskranken in Afrika für ihre Behandlung von der Hilfe der reichen Länder ab, kommentierte die linksliberale Pariser Zeitung "Libération" am Dienstag mit Besorgnis die Aids-Hilfe in den Entwicklungsländern.

"Man versteht die Sorge auf dem Weltkongress in Südafrika angesichts von Befürchtungen, dass wegen der Wirtschaftskrise weniger Geld für Aids-Bekämpfungsprogramme gezahlt wird. Zur Zeit fehlen dem Weltfonds für die Aids-Bekämpfung drei Milliarden Dollar im Verhältnis zu den für 2010 vorgesehenen Hilfen.

Es besteht die Gefahr, dass die G8-Länder ihre Zusicherungen für das kommende Jahr nicht einhalten, besonders wenn die Schweinegrippe sich weiter ausbreiten sollte. Bei einer Fortsetzung dieser Tendenz könnten Tausende der insgesamt 3,4 Millionen Kranken vom Tod bedroht werden, die zur Zeit in den Entwicklungsländern behandelt werden."

Lesen Sie auch unsere Berichte vom Aids-Kongress in Kapstadt:
Sorgen um Ressourcen für die HIV-Therapie
Aids-Forscher nehmen HIV-Verstecke ins Visier
HIV-Therapie beugt Begleiterkrankungen vor

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