Ärzte Zeitung online, 06.10.2010

Niebel: Deutschland gibt 600 Millionen für Aids-Fonds

BERLIN/NEW YORK (dpa). Deutschland wird nun doch zusätzliches Geld für den Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria geben. Entwicklungsminister Dirk Niebel kündigte am Dienstag in Berlin an, für die kommenden drei Jahre bis zu 600 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen.

Niebel knüpfte die Zusagen noch an die Zustimmung des Bundestags. In New York findet derzeit eine sogenannte Wiederauffüllungskonferenz für den Fonds statt.   

"Die internationale Zusammenarbeit im Bereich Gesundheit hat für Deutschland eine hohe Priorität", erklärte der Minister. Deshalb werde sich Deutschland im kommenden Jahr mit 200 Millionen Euro an der Wiederauffüllung des Fonds beteiligen. Die gleiche Summe sagte Niebel auch für 2012 und für 2013 zu - allerdings ebenfalls nur unter der Bedingung, dass der Bundestag damit einverstanden ist. Bislang waren nur für 2011 Gelder eingeplant.

Der Globale Fonds sammelt alle drei Jahre von den Staaten Geld für weltweite Projekte gegen Malaria, Tuberkulose und Aids. In den vergangenen drei Jahren betrug der Haushalt 10 Milliarden Dollar (derzeit 7,3 Milliarden Euro). Der für die nächsten drei Jahre angemeldete Finanzbedarf liegt zwischen 10 und 20 Milliarden Dollar.

Hilfsorganisationen hatten befürchtet, dass Berlin seinen Zuschuss kürzen und womöglich bald ganz aussteigen will.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

So teilt sich die Arbeitszeit von Ärzten auf

Wie viel Zeit bringen Ärzte für GKV-Patienten auf, wie viel für Bürokratie? Wie sind die Unterschiede in Stadt- und Landpraxen und den Fachbereichen? Wir geben Antworten. mehr »

Ein Gelähmter kann wieder gehen

Ein querschnittsgelähmter Mann kann wieder einige Schritte gehen - dank der elektrischen Rückenmark-Stimulation. Von Heilung wollen die Ärzte aber nicht sprechen. mehr »

OTC-Gebrauch verfälscht Laborwerte

Die meisten Patienten nehmen gelegentlich freiverkäufliche Arzneimittel ein. Nur wenige legen das gegenüber ihrem Arzt offen. Das hat Folgen, etwa für die Interpretation von Laborergebnissen. mehr »