Ärzte Zeitung online, 08.06.2011

UN-Konferenz sucht Mittel für weitere Aidsbekämpfung

NEW YORK (dpa). Der Weg ist vorgezeichnet, aber die Mittel fehlen: Politiker und Experten aus aller Welt kommen am Mittwoch in New York zusammen, um sich auf eine Strategie zur Aidsbekämpfung der nächsten Jahre zu verständigen.

Die dreitägige Konferenz bei den Vereinten Nationen soll auch die Spendenbereitschaft der Länder neu beleben.

Dank des internationalen Einsatzes war die Zahl der Neuinfektionen mit HIV im vergangenen Jahrzehnt um 25 Prozent zurückgegangen.

Aber neun Millionen HIV-Infizierte, die dringend behandelt werden müssten, haben noch immer keinen Zugang zu den lebensverlängernden Medikamenten, stellte das UN-Aidsprogramm (UNAIDS) in Genf in seiner Bestandsaufnahme für 2010 fest.

Und die Suche nach einem Impfstoff gegen den Erreger der Immunschwächekrankheit hat noch nicht zum Ergebnis geführt. Aidssymptome waren vor 30 Jahren erstmals von der US-Seuchenbehörde CDC beschrieben worden.

Potenzielle Gefahr von HIV/Aids für Frieden und Sicherheit in der Welt

Der UN-Sicherheitsrat befasste sich am Dienstag unter der Präsidentschaft von Gabon mit der potenziellen Gefahr von HIV/Aids für den Frieden und die Sicherheit in aller Welt.

Der Präsident des afrikanischen Landes, Ali Bongo Ondimba, leitet auch die Konferenz, die am Freitag mit der Verabschiedung eines gemeinsamen Programms zu Ende gehen soll.

Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr, der ursprünglich am Mittwoch in New York erwartet wurde, hat seine Teilnahme kurzfristig abgesagt. Er wird von der Parlamentarischen Staatssekretärin Annette Widman-Mauz vertreten.

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