Ärzte Zeitung online, 08.09.2011

UN: Tausende Kinder in Simbabwe sterben jährlich an Aids

ADDIS ABEBA/HARARE (dpa). Tausende Kinder in Simbabwe sterben jedes Jahr an Aids, weil sie keinen Zugang zu entsprechenden Medikamenten haben.

Die Vereinten Nationen warnten am Donnerstag bei einer Aids-Konferenz in der Hauptstadt Harare, dass viele Kinder der Viruskrankheit zum Opfer fallen, weil die Kosten für medizinische Versorgung in dem südafrikanischen Krisenland so hoch sind.

Jeder siebte Einwohner Simbabwes und 13 Prozent aller schwangeren Frauen sind Expertenangaben zufolge mit dem Virus infiziert.

HIV: Mehr als 6000 Kinder sterben jedes Jahr

"Zwischen 6000 und 7000 Kinder werden jedes Jahr Opfer von HIV, die meisten von ihnen, weil sie keine antiretrovirale Therapie (ART) erhalten konnten", zitierten lokale Medien den Chef des Kinderhilfswerks UNICEF in Simbabwe, Peter Salama.

Wegen der schlechten wirtschaftlichen Situation in dem seit Jahrzehnten von Diktator Robert Mugabe regierten Land brächten viele Frauen ihre Babys zu Hause auf die Welt.

Die meisten würden auch anschließend nie ein Krankenhaus aufsuchen, um die Neugeborenen untersuchen zu lassen.

Topics
Schlagworte
AIDS / HIV (1896)
Panorama (27048)
Krankheiten
AIDS (3504)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Regierung will faire Kassen-Wahl

16:51 UhrBundesgesundheitsminister Spahn wünscht mehr Wettbewerb zwischen den Krankenkassen. Mit einem neuen Gesetz will er das AOK-System umkrempeln. mehr »

Masern-Impfpflicht im Gespräch

Wird die Masern-Impfung bald Pflicht in Deutschland? Laut SPD befindet sich eine solche Vorlage in Abstimmung mit dem Gesundheitsminister. Die Grünen sind skeptisch. mehr »

Wut und Ärger können Schlaganfälle begünstigen

Menschen, die sich häufig aufregen, sind gefährdeter für Schlaganfälle, zeigen Studien. Das gilt aber nicht für alle. Es spielt womöglich der Status eine Rolle, so eine Analyse. mehr »