Ärzte Zeitung online, 26.09.2011

Jugendliche schlecht über Verhütung informiert

HANNOVER (dpa). Die Zahl der Jugendlichen, die ungeschützten Sex haben, ist einer Studie zufolge sowohl in Europa als auch in Entwicklungsländern alarmierend hoch.

Insgesamt seien in 25 Ländern 5253 Jugendliche im Auftrag der Stiftung Weltbevölkerung in Hannover und zehn anderer Organisationen weltweit von der GfK Healthcare befragt worden, teilte ein Sprecher der Stiftung mit.

In Europa hätten 42 Prozent der befragten Jugendlichen angegeben, ungeschützten Sex zu haben. Am höchsten war die Zahl demnach in Thailand: Dort sagten 62 Prozent der Jugendlichen, dass sie keine Verhütungsmittel benutzen.

Etwa jeder Zweite glaubt, sehr gut Bescheid zu wissen

Viele junge Menschen wüssten nicht genug über effektive Verhütungsmethoden, so die Stiftung. Nur etwas weniger als die Hälfte der befragten europäischen Jugendlichen hielt sich bei den verschiedenen Verhütungsmöglichkeiten für sehr gut informiert. In Kenia und Uganda seien es sogar weniger als ein Viertel.

Die Studie mache klar, dass junge Menschen bessere Aufklärung brauchten, um sich vor ungewollten Schwangerschaften und vor einer HIV-Infektion schützen zu können, sagte die Geschäftsführerin der Stiftung Weltbevölkerung, Renate Bähr.

"Gerade die Jugend ist von den gesundheitlichen Risiken durch fehlende Verhütung, wie HIV/Aids, besonders betroffen. Zudem sind Komplikationen bei der Schwangerschaft oder Geburt in Entwicklungsländern die Haupttodesursache für Mädchen zwischen 15 und 19 Jahren."

Die Studie wurde aus Anlass des Weltverhütungstages am 26. September in Auftrag gegeben. Die GfK Healthcare in Nürnberg hatte die Jugendlichen im April und Mai 2011 befragt.

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[27.09.2011, 15:04:18]
Dr. Horst Grünwoldt 
Jugend und Sex
Allgemein bekannt ist, daß männliche Jugendliche ab der Pubertät für ein paar Jahre den stärksten Sextrieb haben, bevor sie in der weiteren Entwicklung auch noch die Erotik (gr. Liebeskunst) erfahren.
Die sexuelle Aufklärung in den entwickelten Ländern ist theoretisch weit fortgeschritten, sodaß die speziellen Verhütungsmaßnahmen bei Mädchen und Jungen allgemein bekannt sind, wenn man über 14-Jährige befragt.
Dennoch findet der sog. ungeschützte Geschlechtsverkehr insbesondere bei jugendlichen "Ersttätern" statt und demgemäß kommt es auch in den aufgeklärten Ländern zu Teenager-Schwangerschaften.
Es herrscht also kaum Informations- als vielmehr Handlungsbedarf vor.
Da i.d.Regel die Mädchen die "Austragenden" einer zu frühen, unerwünschten Schwangerschaft sind, sollten die nach m.E. -wenn sie auf die Hormon-Pille verzichten wollen- auch die Bändigung der stürmischen Liebhaber "in die Hand" nehmen.
Will heißen: Statte die junge Weiblichkeit mit den Präsern aus und laß sie beim heftigen Liebesspiel das Ding dem Kopflosen kontrolliert aufsetzen. Das funktioniert nach meinen Entwicklungshilfe-Erfahrungen sogar in der Dritten Welt!
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt (Tierarzt i.R.) aus Rostock zum Beitrag »

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