Ärzte Zeitung, 06.07.2015

Hygieneskandal in Sydney

Patienten müssen zum HIV-Test

SYDNEY. Nachdem in mehreren Zahnarztpraxen in Sydney erhebliche Hygienemängel festgestellt worden sind, müssen sich Tausende Patienten einem HIV-Test unterziehen.

Bis zu 12.000 Menschen seien betroffen, berichtete der Fernseh- und Radiosender ABC unter Berufung auf australische Gesundheitsbehörden.

Sie seien aufgefordert worden, sich sicherheitshalber auf HIV sowie Hepatitis B und C testen zu lassen. Demnach wurden zwei Zahnärzte suspendiert. Sie sollen ihre Patienten mit nicht ausreichend desinfiziertem Gerät behandelt haben. Dabei kann es zu Infektionen gekommen sein.

Gegen zwölf weitere Ärzte werde ermittelt. Nach Angaben der örtlichen Gesundheitsbehörde lagen zunächst keine Hinweise auf eine Übertragung von Erregern vor, berichtete ABC.

Das Risiko einer Infektion sei zwar gering, dennoch werde vor allem Patienten, bei denen chirurgische Eingriffe vorgenommen worden seien, zur Untersuchung geraten. Eine Patientenbeschwerde im vergangenen November hatte die Ermittlungen ins Rollen gebracht. (dpa)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Hausärzte und BZgA starten Aktion zur Organspende

Ärzte sind wichtige Ansprechpartner für die Menschen in Deutschland, wenn es um das Thema Organspende geht. Das geht aus einer aktuellen Umfrage hervor. mehr »

Lindert eine Lichtdusche Rückenschmerzen?

In einer Pilotstudie fanden US-Forscher Hinweise, dass Licht subjektive Schmerzen lindert. Eine morgendliche Lichtdusche könnte gegen chronische Rückenschmerzen helfen. mehr »

VR-Brille anstatt Zigarette

Eine Virtual-Reality-Anwendung soll Raucher vom Glimmstängel wegbringen. Die Idee: Sie lernen virtuell ihren Raucher-Impuls zu kontrollieren. mehr »