Ärzte Zeitung, 26.08.2016
 

WHO

Probleme mit HIV-Tests in armen Ländern

GENF. Engpässe bei HIV-Tests in Entwicklungsländern könnten die Ziele bei der Eindämmung der weltweiten Pandemie gefährden, warnen Experten von der WHO (PLOS Medicine 2016; online 23. August).

Die Forscher haben weltweit 127 Länder zur Verwendung der Tests zur Überwachung der dauerhaften Virus-Suppression bei der Therapie befragt. Danach wurden die Tests häufig nicht vorgenommen wegen fehlender Reagenzien, nicht funktionsfähiger Ausrüstung oder Fachkräftemangel.

In Zimbabwe gab es zum Beispiel 2015 nur bei 5,6 Prozent der HIV-Infizierten mit antiviraler Therapie regelmäßige Bluttests zur Überwachung der Viruslast. Programme zur Verbesserung der Diagnostik in solchen Ländern seien äußerst wichtig, betonen die Forscher. (eis)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Es kommt Schwung in die Entwicklung neuer Psychopharmaka

Bald könnte es einen Schub für die Entwicklung neuer Psychopharmaka geben. Denn Forscher finden immer mehr über die Entstehung psychischer Erkrankungen heraus. mehr »

Spielt Krebs eine Rolle beim plötzlichen Kindstod?

Ein plötzlicher Kindstod bei einer unbekannten neoplastischen Erkrankung ist selten, aber kommt vor. Das ist das Ergebnis einer britischen Studie. mehr »

Patienten sollen Verdacht auf Nebenwirkung melden

Alle europäischen Arzneimittelbehörden fordern in einer gemeinsamen Kampagne Patienten auf, ihnen verstärkt Verdachtsfälle von Nebenwirkungen zu melden. mehr »