Ärzte Zeitung, 08.03.2004

Sepsis-Sterberate kann um 25 Prozent sinken

MÜNCHEN (dpa). Die Zahl der Menschen, die nach schweren Unfällen an Sepsis sterben, kann nach Auffassung von Medizinern in den nächsten fünf Jahren um 25 Prozent gesenkt werden.

In einer in München vorgestellten Resolution erklären elf internationale Fachorganisationen, dieses Ziel mit mehreren Maßnahmen anzustreben. In Deutschland stürben etwa 100 000 bis 120 000 Menschen jährlich an Sepsis, hieß es beim 6. Weltkongreß der Intensivmediziner.

Als zukunftsweisend für die Senkung der Sepsis-Todesrate sehen die Intensivmediziner etwa sogenannte ultraschnelle Operationen an. Der Trend gehe zu schonenden Eingriffen, weg von großen Schnitten zu kleinen, sagte Kongreßsprecher Christian Wagner. Bessere Überlebenschancen biete auch die Computer-Überwachung. In Deutschland, so Wagner, habe die Qualität der Erstversorgung schon einen sehr hohen Stand erreicht.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Das sind die Gewinner des Galenus-von-Pergamon-Preises 2017

Mit dem Galenus-von-Pergamon-Preis wurden erneut exzellente deutsche pharmakologische Grundlagenforschung und die Entwicklung innovativer Arzneimittel gekürt. mehr »

Angst vor Stürzen sorgt für Verzicht auf Antikoagulans

Ein erhöhtes Sturzrisiko ist noch immer der häufigste Grund, auf eine orale Antikoagulation bei Vorhofflimmern zu verzichten. mehr »

"Mehr Geld für Kranke, weniger für Gesunde"

Die Verteilungsregeln für den Finanzausgleich zwischen den Krankenkassen sollen deutlich verändert werden. Das hat ein Expertenkreis beim Bundesversicherungsamt jetzt vorgeschlagen. Die Meinung der Kassen ist geteilt. mehr »