Ärzte Zeitung, 21.03.2005

Defensine gegen Anthrax-Gift

Neue Wirkung der körpereigenen Moleküle entdeckt

Anthrax-Bakterien (orange) infizieren Makrophagen (grün). Foto: MPI für Infektionsbiologie, Berlin

BERLIN (ddp). Körpereigene Stoffe können vielleicht bald zur Immunisierung gegen Anthrax-Toxin eingesetzt werden. Einen neuen Immuntherapie-Ansatz gegen den Erreger Anthrax haben Forscher am Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie Berlin unter der Leitung von Professor Stefan Kaufmann entwickelt.

Die Wissenschaftler nutzen dafür Defensine. Das sind körpereigene bakteriozide Abwehrmoleküle. Defensine sind bislang dafür bekannt, daß sie Bakterienzellwände durchlöchern und so Erreger abtöten.

Die Wissenschaftler fanden nun heraus, daß Defensine das tödliche Gift der Anthrax-Erreger neutralisieren können. Dieses Potential der Defensine war bislang unbekannt.

Wann Defensine als Medikament einsetzbar werden, ist nach Angaben des Instituts aber bislang noch nicht abzusehen.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

So will Deutschland den Zuckerberg bezwingen

16:00 UhrZu viel und zu schlecht gekennzeichnet: Zucker versteckt sich in vielen Fertigprodukten. Das erschwert eine gesunde Ernährung. Die Politik will nun eingreifen. mehr »

Der Transgender-Trend

Paradigmenwechsel? Transsexuelle lassen sich sogar selbstbewusst für den "Playboy" ablichten. Psychiater warnen aber vor einem Geschlechtsdysphorie-Hype unter Jugendlichen. mehr »

Deshalb gibt's immer mehr Parkinsonkranke

Die absolute Zahl der weltweiten Parkinsonkranken hat sich seit 1990 mehr als verdoppelt. Forscher haben eine Vermutung, warum der Anstieg in manchen Ländern so stark ist. mehr »