Ärzte Zeitung, 22.03.2005

39jährige liegt mit Tollwutverdacht in Klinik in Heide

HEIDE (dpa). Bei einer 39jährigen Frau, die im Westküstenklinikum in Heide im Koma liegt, besteht dringender Tollwutverdacht. Die Patientin sei in akuter Lebensgefahr, sagte gestern ein Sprecher des Klinikträgers.

Wo und wann sich die Frau infiziert haben könnte, sei bisher unklar. Die Patientin wurde am 7. März mit lebensbedrohlichem Hirnödem in die Klinik gebracht. Tollwut sei nicht auszuschließen, teilte das Institut für Neuropathologie der Medizinischen Hochschule Hannover mit, das eine Hirnprobe der Frau untersucht hat.

Ärzten, Pflegepersonal und Angehörigen sei die Tollwutimpfung empfohlen worden. Für die Öffentlichkeit besteht nach Angaben des Kreis-Gesundheitsfachdienstes keine Ansteckungsgefahr. Die Inkubationszeit könne bis zu sieben Jahren dauern, der Infektionszeitpunkt sei nicht leicht feststellbar.

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Früher Nachweis von Tollwut-Viren bleibt schwierig

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