Ärzte Zeitung, 21.07.2005

Euregio startet Initiative gegen MRSA-Bakterien

Unis und Behörden der Münsterland-Region kooperieren

MÜNSTER (iss). Deutsche und niederländische Einrichtungen wollen in der Euregio Münsterland gemeinsam die Verbreitung multiresistenter Bakterien bekämpfen.

Das Projekt "MRSA-net Twente/Münsterland" hat zum Ziel, in den nächsten drei Jahren die Ausbreitung der MRSA-Bakterien (Methicillin resistente Staphylococcus aureus) zu überwachen und zu reduzieren. Die Europäische Union stellt hierfür insgesamt 996 000 Euro zur Verfügung.

Auf deutscher Seite wird MRSA-net vom Institut für Hygiene des Universitätsklinikums Münster und dem Landesinstitut für den Öffentlichen Gesundheitsdienst Münster koordiniert, in den Niederlanden beteiligen sich das Laboratorium für Mikrobiologie Twente-Achterhoek und die Universität Twente in Enschede. Sie wollen gemeinsam ein Netzwerk aufbauen, an dem sich unter anderem Krankenhäuser, Niedergelassene, Gesundheitsämter und Krankenkassen beteiligen sollen.

"MRSA-net soll die Grundlage für einen grenzübergreifenden Qualitätsverbund bilden, der durch Senkung der MRSA-Rate dazu beitragen kann, die medizinische Versorgung in der gesamten Euregio zu verbessern", heißt es in einer Mitteilung der Koordinatoren.

Nach ihren Angaben macht eine am Münsteraner Institut für Hygiene entwickelte genetische Typisierungsstrategie der verschiedenen MRSA-Bakterienstämme zum ersten Mal eine regionale und grenzüberschreitende Vergleichbarkeit der Laborergebnisse möglich.

"Da MRSA eine Barriere bei der grenzüberschreitenden Versorgung von Patienten und der grenzüberschreitenden Tätigkeit von Personal im Gesundheitswesen ist, sollen MRSA-Richtlinien entwickelt beziehungsweise bestehende Richtlinien synchronisiert werden."

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Unterwegs mit dem ADAC-Ambulanzjet

Wer auf Auslandsreisen krank wird, der ist froh, wenn schnelle Hilfe naht. Besonders zügig geht das mit einem Ambulanzjet - etwa vom ADAC. mehr »

Ein Besuch auf der Messe "Medicare Taiwan"

Taiwans Medizintechnikunternehmen gelten als Powerhouse - und sie suchen den Schulterschluss mit internationalen Partnern. Die "Medicare Taiwan" ist DER Branchentreff – ein Fachmessebesuch in Taipeh. mehr »

Extra-Vergütung für offene Sprechstunden

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will Ärzte für offene Sprechstunden besser bezahlen. Die zusätzliche Vergütung soll es auch dann geben, wenn Ärzte Termine über die Terminservicestellen annähmen.. mehr »