Ärzte Zeitung, 26.07.2005

Zahl der Kranken mit Hantaviren nimmt zu

BERLIN (eb). Auf eine Häufung von Hantavirus-Infektionen in Deutschland weist das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin hin. So sei es zunächst im Landkreis Osnabrück und in Köln zu Krankheits-Ausbrüchen gekommen.

Inzwischen nimmt die Zahl der Erkrankungen jedoch bundesweit zu, so das RKI. In diesem Jahr sind bis Ende Juni insgesamt 238 Menschen erkrankt, im ersten Halbjahr 2004 waren es dagegen 64 Kranke. Betroffen sind vor allem die Länder Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Baden-Württemberg, Bayern und Hessen.

Ein ähnlicher Anstieg der Erkrankungszahlen wird aus Frankreich und Belgien gemeldet. Als möglicher Grund gilt eine starke Vermehrung von Mäusen im Frühjahr. Die Nager dienen als Reservoir für das Virus und können es über Exkremente verbreiten. Die Infektion beginnt abrupt mit hohem Fieber und kann zu akutem Nierenversagen führen.

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