Ärzte Zeitung, 02.12.2005

Plasmodien zum Teil resistent gegen Artemisinin

DAKAR (mut). Ein unkontrollierter oder falscher Gebrauch von Artemisinin-Derivaten hat offenbar zu ersten Resistenzen gegen diese modernen Antimalaria-Präparate geführt, heißt es in der heutigen Ausgabe des "Lancet" (366, 2005, 1960).

Eine Forschergruppe hatte 530 Blutproben von Malariapatienten aus Kambodscha, Senegal und Französisch-Guayana analysiert. Dabei waren in einigen Proben aus Senegal und Französisch-Guayana die Erreger weitgehend unempfindlich gegen Artemisinin-Präparate.

Bei etwa einem Drittel der resistenten Erreger aus Französisch Guyana wurde eine Genveränderung gefunden, die die Resistenz der Plasmodien verursacht. In den Proben aus Kambodscha ließen sich keine Resistenzen nachweisen.

Dort wird Artemisinin zusammen mit Mefloquin kombiniert, in den anderen beiden Ländern werden andere Kombitherapien oder - entgegen den WHO-Empfehlungen - Monotherapien verwendet

Lesen Sie dazu auch den Kommentar:
Neue Resistenzen sind ein Warnsignal

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

"Telemedizin ist für uns Landärzte die Zukunft"

Geringes Honorar, hoher Aufwand und auf bestimmte Diagnosen begrenzt – trotzdem setzen einige Ärzte auf die Videosprechstunde. Und das aus vielerlei Gründen. mehr »

Kein Darmkrebs-Screening ab 45 Jahren

Der GBA lehnt die Senkung der Altersgrenzen beim Darmkrebs-Screening ab. Dagegen soll das organisierte Einladungsverfahren zur Früherkennung ab Juli 2019 starten. mehr »

Was 100-Jährige von anderen unterscheidet

100-Jährige sind oft weniger krank als die Jüngeren. Worauf es ankommt, haben Forscher anhand von Daten von AOK-Versicherten herausgefunden. mehr »