Ärzte Zeitung, 22.02.2007

Tularämie gehäuft in Türkei und Skandinavien

BERLIN (eb). Das Robert-Koch-Institut in Berlin (RKI) geht von einer hohen Tularämie-Dunkelziffer aus. Die Tularämie (Hasenpest) ist eine in Deutschland seltene, meldepflichtige Zoonose. Pro Jahr werden im Mittel drei Erkrankungen gemeldet.

Vor allem in der Türkei, auf dem Balkan und in Skandinavien gibt es gehäuft Ausbrüche der Tularämie bei Menschen. Das RKI rät, bei Reisenden aus diesen Regionen mit unklarem Fieber und Lymphknotenschwellungen auch an eine Tularämie zu denken. Zur Therapie werden Antibiotika gegeben. Einen Impfstoff gibt es nicht.

Eine Tularämie beginnt mit Schüttelfrost, Kopfschmerzen, oft einer Lymphadenopathie. Der Erreger Francisella tularensis - ein gramnegatives, aerobes Bakterium - wurde in über 250 Tierarten nachgewiesen. Für Menschen sind kleinere Säugetiere wie Hasen eine Ansteckungsquelle (Epid Bull 7, 2007, 51). Haut- und Schleimhautkontakt mit infizierten Tieren und der Verzehr von nicht ausreichend erhitztem, kontaminiertem Fleisch sind Infektionswege.

Mehr Infos im Internet unter: www.rki.de, Suche mit "Tularämie"

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Wenn Einsamkeit krank macht

Ein Alterspsychotherapeut warnt: Ältere Männer sind besonders häufig suizidgefährdet. Einsamkeit ist ein Grund dafür. mehr »

Diabetes-Experten sind besorgt

Schon bald könnten mehr Lebensmittel "schlechten Zucker" enthalten. Für die Industrie wird der Einsatz von Isoglukose profitabler. mehr »

PKV bekennt sich zur Innovationsoffenheit

Wird es mit der neuen GOÄ erschwert, Privatpatienten neue Leistungen anzubieten? Vom PKV-Verband kommt dazu ein klares Dementi. mehr »