Ärzte Zeitung online, 24.04.2009
 

Alle 30 Sekunden stirbt ein Kind an Malaria

NEW YORK (dpa). Alle 30 Sekunden stirbt ein Kind ein Malaria. Mit rund 800 000 Todesfällen im Jahr ist die Tropenkrankheit nach wie vor eine der häufigsten Todesursachen für Kinder in armen Ländern, wie das Kinderhilfswerk UNICEF in New York am Freitag anlässlich des Welt-Malaria-Tags am Samstag (25. April) mitteilte. Besonders betroffen sind afrikanische Staaten südlich der Sahara wie Angola, Kongo, Nigeria, Simbabwe und der Sudan.

Allerdings hat sich in jüngster Zeit die Vorsorge deutlich verbessert. Allein im vergangenen Jahr verteilte UNICEF 20 Millionen Moskitonetze an gefährdete Familien. Bis 2010 sollen in Zusammenarbeit mit anderen Organisationen flächendeckend Präventions- und Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. "Erstmals sind wir zuversichtlich, dass Malaria zu einer seltenen Ursache von Krankheit und Tod werden kann", sagte UNICEF-Direktorin Ann Veneman der Mitteilung zufolge.

Der Malaria-Erreger wird von einer Mücke übertragen, die besonders nachts zusticht. Betroffen sind vor allem Kinder und schwangere Frauen, die in beengten und unhygienischen Verhältnissen leben. Die Krankheit ist heilbar, wenn sie sofort behandelt wird. Ohne Hilfe können jedoch vor allem Kinder innerhalb von 24 Stunden sterben.

Lesen Sie dazu auch:
25. April ist Welt-Malaria-Tag

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