Ärzte Zeitung online, 03.08.2009

Stichwort: Lungenpest

BERLIN(dpa). Die Pest kann in verschiedenen Formen auftreten, die alle von dem Bakterium Yersinia pestis ausgelöst werden. Bei der Lungenpest wird das Bakterium in feinen Tröpfchen über die Atemluft von Mensch zu Mensch übertragen.

Die Pestsepsis ist Folge der Infektionen, dazu zählen Fieber, Lethargie, Verwirrtheit, Milz- und Lebervergrößerungen sowie Nierenversagen.

Die Beulenpest wird durch den Stich eines infizierten Flohs übertragen. Auch bei direktem Kontakt mit infizierten Nagern kann es zu einer Infektion kommen. Wild lebende Nagetiere und deren Flöhe bilden das natürliche Reservoir des Erregers. Bei schlechter Hygiene kann das Bakterium schnell große Menschenmengen infizieren ("durchseuchen") und brachte im Mittelalter den "Schwarzen Tod". Die Weltgesundheitsorganisation berichtet jährlich von weltweit etwa 1000 bis 3000 Fällen.

Unbehandelt ist die Pest in mehr als 50 Prozent der Beulenpestfälle und in fast allen Fällen einer Pestsepsis und Lungenpest tödlich, berichtet das Robert Koch-Institut. Demnach gibt es derzeit folgende Risikogebiete: Südwesten der USA, Mittel- und Südamerika, Afrika (Kongo, Madagaskar, Tansania), Asien (Russland, Kasachstan, China, Indien, Vietnam). Bei schneller Diagnose lassen sich die Keime mit Antibiotika bekämpfen.

Informationen des Robert Koch-Instituts zur Pest: http://tinyurl.com/m8cwqh

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