Ärzte Zeitung online, 02.10.2009

Ein Gen macht Moskitos gegen Malaria resistent - das schützt auch Menschen

NEU-ISENBURG (gwa). Deutsche und französische Forscher haben ein Gen identifiziert, das es Moskitos ermöglicht, Malaria-Erreger im Mückendarm zu töten. Damit wird eine Übertragung auf Menschen verhindert. Die Malaria-Erreger brauchen die Moskitos als Zwischenwirt, weil sie in den Mückendärmen wichtige Entwicklungen durchmacht.

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Eine weibliche Mücke der Art Anopheles gambiae sticht zu.

Foto: dpa

Bekannt war bereits, dass ein Teil der Moskitos der Art Anopheles gambiae gegen Malaria-Erreger resistent sind. Nun haben Forscher aus Heidelberg (1), Strasburg (2) und München-Neuherberg (3) das Gen identifiziert, das die Resistenz möglich macht (Science 326, 2009, 147).

Das Gen codiert das Thioester-haltiges Protein 1 (TEP1), das die Malaria-Erreger abtötet. Das Gen kommt in verschiedenen Varianten vor. Dieser Polymorphismus ist die Erklärung dafür, dass die Resistenz der Moskitos verschieden stark ausgeprägt ist.

Die Forscher hoffen nun, dass diese Erkenntnisse genutzt werden können, um langfristig Malaria ausrotten zu können.

(1) European Molecular Biology Laboratory (EMBL), Heidelberg
(2) CNRS UPR9022, INSERM U963 Strasbourg
(3) Institut für Epidemiologie, Helmholtz Zentrum München-Neuherberg

Abstract der Studie "Dissecting the Genetic Basis of Resistance to Malaria Parasites in Anopheles gambiae"

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