Ärzte Zeitung online, 23.12.2009

Brittany Murphy hatte viele Medikamente im Haus

LOS ANGELES (dpa). Schmerztabletten, Antibiotika, Mittel gegen Angstzustände und Migräne: Brittany Murphy hatte vor ihrem Tod durch Herzversagen viele Medikamente im Haus. Darüber hinaus fanden die Ermittler jede Menge Vitaminpillen in ihrem Schlafzimmer, berichtete das Internetportal TMZ.com am Dienstag. Hinweise auf Drogen habe es nicht gegeben.

Die junge Filmschauspielerin ("Clueless", "Durchgeknallt") war am Sonntag in ihrer Villa in den Hügeln von Hollywood gestorben. Sie wurde gerade 32 Jahre alt.

Das "US"-Magazin berichtete am Dienstag, dass die Polizei bei der Durchsuchung von Murphys Haus weder auf Spritzen, illegale Drogen noch größere Mengen Alkohol gestoßen sei. Die Obduktion des Leichnams am Montag brachte nach Angaben der Gerichtsmedizin zunächst keinen Aufschluss über die Todesursache. Das Ergebnis der toxikologischen Untersuchung kann bis zu sechs Wochen auf sich warten lassen.

Murphys Ehemann, der britische Drehbuchautor Simon Monjack, gab der Zeitschrift zufolge zu Protokoll, dass sich der Filmstar schon seit sieben bis zehn Tagen nicht wohl gefühlt und über heftige Leibschmerzen und Atemnot geklagt habe. Der Arzt habe eine Halsentzündung diagnostiziert, sagte Monjack. Bei ihrem letzten öffentlichen Auftritt, einem Interview für die Fernsehsendung "Access Hollywood", hatte Murphy am 2. Dezember verraten, dass sie und Monjack eine Familie gründen wollten. "Mein Wunsch für das neue Jahr? Ich würde gern ein Kind bekommen", zitierte das "US"-Magazin aus der Sendung.

Murphys Mann verwahrte sich heftig gegen den Verdacht, dass sie einer Drogenüberdosis zum Opfer gefallen sein könnte. Ebenso unrichtig sei, dass sie an Magersucht (Anorexia) gelitten habe, sagte Monjack dem "People"-Magazin. Allerdings sei Brittany Murphys Herzschlag durch ein Problem an einer Herzklappe unregelmäßig gewesen. Wegen ihrer Halsentzündung sei sie am Tag vor ihrem Tod im Bett geblieben und habe Kräutertee mit Ingwer und Zitrone getrunken.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Mehr Handhygiene in der Kita – weniger Atemwegsinfekte

Handhygieneprogramme in Kitas, bei denen Desinfektionsmittel eingesetzt werden, tragen offenbar dazu bei, Atemwegsinfektionen bei unter Dreijährigen deutlich zu verringern. mehr »

Tipps zur COPD-Diagnostik

Viele COPD-Patienten werden als solche gar nicht erkannt, bei anderen wird die Diagnose vorschnell gefällt. Anlässlich des heutigen Welt-COPD-Tags erinnern wir an die neuen deutschen Leitlinien und grundlegende Änderungen. mehr »

Medikationspläne oft nicht genutzt

Medikationspläne – zumindest frei erstellte – verbessern die Arzneimittel-Therapiesicherheit wohl nicht wie erhofft. Das legt nun eine Studie der Uni Greifswald nahe. mehr »