Ärzte Zeitung online, 13.01.2010

Dengue-Viren sind gut getarnt

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3D-Ansicht des endoplasmatischen Retikulums. In den ballonartigen Gebilden vermehren Dengue-Viren ihr Erbgut.

Foto: © Hygiene-Institut Heidelberg

HEIDELBERG (ple). Der Erreger des Dengue-Fiebers nutzt offenbar das wichtigste Membransystem im Zellinnern für die Vermehrung. Heidelberger Virologen haben erstmals sichtbar gemacht, wie diese Vermehrung in dem als endoplasmatisches Retikulum bezeichneten System abläuft.

Nach der Vervielfältigung der Genome werden sie zunächst durch winzige Poren aus dem System geschleust und in Virusvorstufen eingebettet. Diese wandern dann in das Membransystem zurück. Weil sie dabei eine zelleigene Membranhülle erhalten, sind die kompletten Viren gut getarnt.

Mit Dengue-Viren stecken sich jährlich weltweit bis zu 100 Millionen Menschen an.

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