Ärzte Zeitung online, 11.01.2010

Drei Tote durch Legionärskrankheit im Raum Ulm

ULM/NEU-ULM (dpa). In Ulm sind drei Menschen an der Legionärskrankheit gestorben. Bei dem jüngsten Opfer handle es sich um einen Mann mittleren Alters, der viele Vorerkrankungen gehabt habe, sagte eine Sprecherin der Universitätsklinik am Montag.

Zuvor waren bereits zwei mehr als 80 Jahre alte Menschen an der Bakterieninfektion gestorben, auch sie hatten Vorerkrankungen. Bis Sonntag waren nach Angaben der Landratsämter Neu-Ulm und des Alb- Donau-Kreises 43 Infektionsfälle nachgewiesen worden.

Die Erreger der Legionärskrankheit, Legionellen, gedeihen in warmem Wasser - beispielsweise bei falscher Hygiene in Klimaanlagen. Sie können die Lungen von Menschen befallen, wenn verseuchtes zerstäubtes Wasser eingeatmet wird.

Die Infektion wurde erstmals 1976 entdeckt, nachdem zahlreiche Teilnehmer eines Veteranentreffens in den USA erkrankten und viele von ihnen starben. Sie hatten alle in demselben Hotel gewohnt.

Lesen Sie dazu auch:
Viertes Todesopfer nach Legionellen-Infektion

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