Ärzte Zeitung online, 21.04.2010

UN sehen Fortschritte im Kampf gegen Malaria - Tausende Menschen gerettet

GENF (dpa). Im Kampf gegen Malaria sind Erfolge zu vermelden: So wurden im vergangenen Jahrzehnt bis zu 200 000 Menschen jährlich gerettet, wie mehrere Organisationen der Vereinten Nationen in Genf mitteilten.

Nach dem Programm "Roll back Malaria" ("Zurückdrängen der Malaria") wurden von 2001 bis 2006 etwa 211 000 Menschen vor dem Tode bewahrt. Allein für das Jahr 2009 betrug die Zahl der Geretteten 192 600, und für das laufende Jahr gehen UNESCO, Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der weltweite Fonds gegen Malaria, Tuberkulose und Aids von einer Steigerung auf rund 225 000 Menschen aus, die nicht an Malaria sterben.

Gründe seien unter anderem, dass die Mittel für den Kampf gegen die Malaria weltweit auf 1,8 Milliarden Dollar (1,3 Milliarden Euro) im vergangenen Jahr erhöht wurden und die Zahl der verteilten Heilmitteldosierungen von einer halben Million im Jahr 2001 auf 160 Millionen Dosen im Jahr 2010 angewachsen sei. Zusätzlich hätten die Organisationen fünfmal mehr imprägnierte Moskitonetze verteilt als zuvor, hieß es in Genf weiter.

Die Hilfsmaßnahmen greifen allerdings regional sehr unterschiedlich: Während in Sambia, Madagaskar, Ruanda und Kenia 54 bis 62 Prozent der Bevölkerung Zugang zu solchen Moskitonetzen hatten, waren es in Simbabwe und Kongo-Kinshasa lediglich acht bis neun Prozent.

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