Ärzte Zeitung, 24.06.2010

Meningitis-Risiko durch Tabakrauch

MARBURG (eis). Passivrauchen bei Kinder führt nicht nur zu vermehrten Atemwegskrankheiten, sondern auch zu einem erhöhten Risiko für Meningokokken-Meningitis, warnt das Deutsche Grüne Kreuz (DGK). Das DGK zitiert eine Studie aus Tschechien (Arch Dis Child 2000; 83:117).

Dort hatten die über einen Zeitraum von 18 Monaten untersuchten Kinder ein 2,6fach erhöhtes Risiko, wenn täglich der Rauch von 20 Zigaretten auf sie einwirkte. Wie die Forscher vermuten, liegt die Ursache für das erhöhte Risiko darin, dass durch den Tabakrauch die Schleimhäute im Nasenrachenraum angegriffen werden. Dort siedeln sich Meningokokken an.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Neuropathie-Test 2.0 – Handy-Vibration ersetzt Stimmgabel

Es genügt ein Handy mit Vibrationsfunktion: An den Fuß eines Diabetespatienten gehalten, zeigt es Forschern zuverlässig an, ob dieser an einer peripheren Neuropathie leidet. mehr »

Pflegerat fordert 50.000 Stellen für die Krankenhäuser

Was hat die Pflegepolitik bewirkt? Die Meinungen sind gespalten: Gesundheitsminister Gröhe lobt die Erfolge der Koalition in der Pflegepolitik. Der Pflegerat hält dagegen. mehr »

Die Therapiekünste eines Kung-Fu-Meisters

Ein Kampfsportler stößt mit seinem Gesundheitskonzept bei Medizinern auf Interesse. Ein Arzt ist sogar geneigt, von einem Wunder nach der Therapie durch Chu Tan Cuong zu sprechen. mehr »