Ärzte Zeitung, 27.07.2010

Über 1100 Erkrankte durch Hantaviren

BERLIN (dpa). In Deutschland wird ein starker Anstieg von Hantavirus-Infektionen gemeldet. Bis Ende Juli gab es bereit 1148 gemeldete Erkrankungen - im Vergleich zu nur 25 Fällen im ersten Halbjahr 2009, heißt es im jüngsten Bulletin des Berliner Robert Koch-Instituts (RKI). Hanta-Viren können hohes Fieber, Kopf- Bauch- und Rückenschmerzen auslösen. Auch akutes Nierenversagen ist möglich. Todesfälle durch Hantaviren sind dem RKI aktuell aber nicht bekannt.

Die meisten Hantavirus-Infektionen wurden bisher von der Schwäbischen Alb, dem Spessart, dem Bayerischen Wald, aus dem Osnabrücker Land und dem Münsterland gemeldet. Doch auch aus Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen wurden schon vereinzelt Infekte gemeldet. Überträger sind meist Mäuse, in Deutschland vor allem Rötelmäuse, die sich in diesem Jahr stark vermehrt haben.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Bei Dauerschmerz leidet auch das Gedächtnis

Wird der Geist träger, geht das zulasten von Lebensqualität und Unabhängigkeit. Eine US-Studie hat den Einfluss anhaltender Schmerzen auf Kognition und Demenzrisiko untersucht. mehr »

Bei der Gründung eines Ärztezentrums kann es zugehen wie bei "Dallas"

Neid und Missgunst haben schon manche Versuche torpediert, in der Provinz ein Ärztezentrum zu etablieren. Ärzte in Schleswig-Holstein berichten, wie man verhindert, dass Kirchturmdenken siegt. mehr »

Macht Kaffee impotent?

Kaffee werden günstige Effekte auf die Gesundheit nachgesagt. Eine Studie hat untersucht, was das belebende Getränk für Männer – und besonders deren Potenz – bedeutet. mehr »