Ärzte Zeitung online, 31.08.2010

West-Nil-Fieber in Rumänien - zwei Tote

BUKAREST (dpa). In Rumänien sind zwei Menschen an dem durch Mücken übertragenen West-Nil-Fieber gestorben. Fünf weitere Menschen seien erkrankt. Die Todesopfer waren 75 und 79 Jahre alt. Das Ministerium empfahl Bürgern, sich durch Kleidung und Insektensprays vor Mücken zu schützen. Weitere Verdachtsfälle würden untersucht.

Seit einer Epidemie von 1996 in Rumänien seien 4,1 Prozent der Bukarester gegen das West-Nil-Virus immun, in anderen Landesteilen seien es 0,9 Prozent, sagte am Dienstag Staatssekretär Adrian Streinu-Cercel vom Gesundheitsministerium. Dies hätten rumänische und US-Wissenschaftler damals herausgefunden. Das West-Nil-Virus werde über Mücken übertragen, die sich wiederum bei Zugvögeln ansteckten.

Der Erreger, der grippeähnliche Symptome auslösen kann, wurde erstmals 1937 im West-Nil-Distrikt von Uganda isoliert. In den vergangenen Jahren wurden Erkrankungen unter anderem aus Israel, Russland, den USA und aus einigen Regionen Europas gemeldet.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Neue Hoffnung auf wirksame Alzheimer-Therapie

Lässt sich der Krankheitsverlauf bei Alzheimer mittels Antikörper doch bremsen? Erstmals deutet sich ein solcher Erfolg in einer größeren Studie an. Das weckt Hoffnungen. mehr »

Deutlicher HIV-Anstieg in fast 50 Ländern

In fast 50 Ländern steigt die Zahl der HIV-Neuinfektionen – in manchen drastisch. Auf der Welt-Aids-Konferenz in Amsterdam beraten Experten in dieser Woche, wie sich der Trend aufhalten lässt. mehr »

Was die Datenschutz-Folgenabschätzung ist

Praxen, Kliniken und MVZ, die in großem Stil Patientendaten verarbeiten, müssen laut DSGVO eine Datenschutz-Folgenabschätzung absolvieren. Medizinrechtler erläutern, wie das geht und was das überhaupt ist. mehr »