Ärzte Zeitung online, 02.10.2010

Leitlinien: Raus mit zentralen Kathetern bei Staphylokokken und Candida!

Leitlinien: Raus mit zentralen Kathetern bei Staphylokokken und Candida!

BERLIN (ple). Zur Prävention von Zentralvenenkatheter-assoziierten Infektionen gibt es aktuelle internationale Leitlinien. Danach sollten vor allem bei Infektionen mit Staphylococcus aureus oder mit Candida-Erregern die Katheter entfernt werden.

Bei Infektionen mit anderen Erregern sei ein antimikrobieller "Säuberungsversuch" erlaubt, so Professor Georg Maschmeyer aus Potsdam bei der Tagung der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO) in Berlin. Einhaltung der Hygienevorschriften habe oberste Priorität.

Studien haben ergeben, dass zum Setzen eines Katheters die Vena subclavia der Vena jugularis interna vorzuziehen ist. Präventiv wirksam ist zudem die Ultraschall-geführte Platzierung des Katheters. Maschmeyer: "Es kommt zu den ersten Infektionen, wenn man beim Platzieren des Katheters daneben sticht."

Die aktuellen US-Leitlinien "IDSA Guidelines: Clinical Practice Guidelines for the Diagnosis and Management of Intravascular Catheter-Related Infection: 2009 Update by the Infectious Diseases Society of America" (Clin Infect Dis 2009;49:1-45)

Alle Artikel von DGHO-Kongress 2010 finden Sie auf unserer Sonderseite

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