Ärzte Zeitung, 24.02.2011

Neuer Tollwut-Fall auf Bali - 124 Tote seit 2008

JAKARTA (dpa). Auf Bali ist erneut ein Mann an Tollwut gestorben. Er sei das 124. Opfer seit Ausbruch der Krankheit vor gut zwei Jahren, berichteten die Gesundheitsbehörden der Insel. Reisenden nach Bali ist unbedingt die Tollwut-Impfung zu empfehlen.

Das Problem sind die 450.000 Hunde auf der Insel, unter denen das Virus grassiert. Die Behörden haben ein Impfprogramm für die Tiere gestartet, das sich bereits positiv auswirke.

Die Zahl der Patienten, die nach Hundebissen ärztliche Behandlung suchen, sei von 200 täglich auf 130 zurückgegangen, wird gemeldet. Bali war bis 2008 jahrzehntelang ohne Tollwut.

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[25.02.2011, 11:17:32]
Dr. Horst Grünwoldt 
La Rage
Ob das Tollwutvirus unter den vermeintlich 450.000 streunenden Hunden aktiv "herumschwärmt" (grassiert), ist wie bei jeder Infektionskrankheit eher unwahrscheinlich. Gut wäre auf jeden Fall, die Zahl der Streuner zu reduzieren, den Rest zu impfen und Reisenden vom Kontakt mit ihnen abzuraten. Die Zahl von 124 menschlichen Tollwut- Todesfällen allein auf der Insel Bali binnen zweier Jahre erscheint nur schwer belegbar. Waren darunter denn auch ausländische Touristen, die die Aufforderung zur aufwendigen Tollwut-Schutzimpfung rechtfertigt? Oder vermuten die indonesischen Behörden die Einschleppung durch Einreisende? Dr. med. vet. Horst Grünwoldt zum Beitrag »

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